KOLS LETZTER ANRUF
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Der israelische Autor und Regisseur Joshua Sobol inszeniert sein hochbrisantes, mit bissigem Humor durchzogenes Erfolgsstück, das im Herbst 2008 im Neuen Theater am Bahnhof Dornach seine Premiere in Deutscher Sprache hatte.

Miki Kol (Georg Darvas), ein fünfzigjähriger Rechtsanwalt, muss wegen seinem unkorrumpierbaren Gerechtigkeitssinn eine einjährige Gefängnisstrafe antreten. Kurz vor Strafantritt erreicht ihn ein Anruf, der ihm die Perspektive einer Wiederaufnahme des verlorenen Prozesses eröffnet. In einer Folge von Telefongesprächen enthüllt sich nun vor den Augen des Publikums der haarsträubende Filz zwischen Wirtschaft, Justizapparat und Politik, aber auch das Chaos in Kols Privatleben. Wird es ihm gelingen in der kurzen Zeit die Fäden bis zu den eigentlich Schuldtragenden zurück zu verfolgen?

In diesem 2007 preisgekrönten Stück werden auf spannende, witzige und äußerst intelligente Art die großen Fragen nach Recht und Menschsein dargestellt, fokussiert auf die schillernde Figur des Rechtsanwalt Miki Kol.

 
"...Man sollte mit dem Prädikat «Weltklasse» vorsichtig sein. Aber es wäre töricht, es bei dieser grossartigen Aufführung nicht zu gebrauchen. Es ist ein ungemeiner Glücksfall, dass Joshua Sobol mit dem 2007 in Israel preisgekrönten Stück nach Dornach gekommen ist und es erst noch selbst inszeniert." (WB)

 
"... Georg Darvas macht in einer beeindruckenden, differenzierten schauspielerischen Leistung die verschiedenen Handlungsträger präsent... setzt seine Körpersprache ein, zieht alle Register seiner Gefühlsskala..." (BZ)