HiStorieS – Angelus Novus
Loulou Omer
Uraufführung / Interdisziplinäre Performance / Kooperation mit Regarding Art
Im Zentrum dieser Performance, die von der multidisziplinären Künstlerin Loulou Omer entwickelt wurde, steht eine wandelbare Figur zwischen Mensch und Engel – der Engel der Geschichte, wie ihn Walter Benjamin nach Paul Klees Bild Angelus Novus beschrieb. Diese Gestalt durchquert Erinnerungen, Orte, Sprachen und künstlerische Ausdrucksformen. Sie lässt Vergangenes und Gegenwärtiges durch Tanz, Sprache, Musik, Archivmaterial und animiertes Filmmaterial ineinander widerhallen.
Ausgehend von einer Hommage an die Wiener Avantgarde-Choreografin Gertrud Kraus, die vor dem Nationalsozialismus nach Israel geflohen war und deren Biografie eng mit jener von Loulou Omer verknüpft ist, bildet Angelus Novus die Verbindung zwischen persönlicher Erinnerung und kollektiver Erfahrung.
Dort, wo sich die Vergangenheit Europas – ihre Schrecken und ihr tragisches Erbe – im heutigen Grauen in Israel–Palästina spiegelt, manifestiert sie sich als neue Tragödie für eine andere Bevölkerung. Durch die gemeinsame Wahrnehmung der Resonanz der Geschichte in unserer Gegenwart öffnet das Stück einen Raum, in dem Verbundenheit, Hoffnung und die Kraft des Miteinanders spürbar werden.
Premiere: 5. Februar 2026, 20.00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 6. und 7. Februar 2026, 20.00 Uhr
Konzept, Text, Choreografie, Performance: Loulou Omer | Musik: Loulou Omer, Henry Purcell | Dramaturgie & Landschaftsbild: Tal Omer | Licht, Video, Technik: Bartek Kubiak | Ton: Gustavo Petek | Kostüme: Sophie Baumgartner | Bühne: Loulou Omer mit Sophie Baumgartner und Bartek Kubiak | Sprecher:in: Goran Rébic, Loulou Omer | Voice Coaching: Nataša Mirković | Produktionsassistenz: Ruggero Mannucci | Administration: Thomas Licek
Loulou Omer dankt ihren Söhnen für ihren musikalischen Beitrag, sowie: Bears in the Park, Tanz Company Gervasi, Liquid Loft. In HiStorieS – Angelus Novus fließen zwei Kompositionen ihres Großvaters und ein Gedicht ihres Vaters ein.
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Wien Kultur und Bildrecht