DAS TRAUMMÄNNLEIN KOMMT
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Die Texte des 1956 in Klagenfurt geborenen Essayisten und Dramatiker Antonio Fian leben im ständigen Spannungsverhältnis zwischen Literatur und Wirklichkeit. Sprache ist "das faszinierendste Mittel, um Wirklichkeit abzubilden", so Fian. Und die Drei vom Kollegium Kalksburg, laut Eigendefinition, im besten Sinne des Wortes dilettierenden Kapellmeister sind Fanatiker des Ausdrucks, große Entdecker im Reiche des Erhabenen, auch des Häßlichen und Gräßlichen, noch größere Entdecker im Effekte, in der Kunst der Schauläden. Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass Antonio Fian und das Wienerlied(?)Trio Kollegium Kalksburg begannen zusammenzuarbeiten und so kann das Publikum an diesem Abend die Früchte des nicht immer gerechten, aber fast immer gerechtfertigten Fianschen Zorns ernten und schauen, was dabei herauskommt.

 

Antonio Fian:

"Fian ist in seinen Dramoletten extrem beleidigend, ungerecht, einseitig und gemein, schadenfroh, boshaft und auch bösartig, gewissermaßen alles, was beste Literatur auch sein soll." (Gustav Ernst)

 

Kolegium Kalksburg:

"Aus flaschengrünen Pathos-Splittern, präalkoholischer Aggression, postalkoholischer Weinerlichkeit und exzessivem Selbstmitleid erwuchsen monströse Wiener Gestalten, wie man sie seit den seligen Tagen eines Helmut Qualtinger nicht mehr vorgeführt bekam." (Samir H. Köck)