9. - 22. Dezember

Das Höschen der Baroness
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Sam's Bar

Eine burlesque Reflexion auf das "Intime Theater" in Wien

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte des Nestroyhof: Zwischen 1907 und 1919 leitete Emil Richter-Roland, nach kurzer Zeit zusammen mit seiner Frau Josefine, das „Intime Theater“ im Nestroyhof. Er folgte mit seinem „Intimen Theater“ einem Trend des frühen 20. Jahrhunderts und widmete sich dem erotischen Schwank – Unterhaltungstheater, das ständig im Konflikt mit den Zensurbehörden stand. Die Stücke trugen Titel wie „Wo ist die Hose“ – Burleske in einem Akt von Richard Manz; „Geheimnisse eines Diwans vor und nach Mitternacht“, „Schattenbilder der Liebe: Das Fröschlein im Bett“ oder eben „Das Höschen der Baroness“. Welche Moralvorstellungen, welche Bilder von Ehe, Mann und Frau führten dazu, dass sich dieses Theater großer Beliebtheit erfreute und sich die Schwänke, Grotesken, Lustspiele, Salonstücke, Liebesspiele und wie sie auch genannt wurden, teilweise ein knappes Jahrzehnt im Spielplan hielten? Wo findet sich „Intimes Theater“ heute? Wie müsste es aussehen? Wäre heute Vergleichbares ebenfalls einer Form der Zensur unterworfen; woher käme diese, wo es die Zensur durch die Polizei nicht mehr gibt?

Der Abend wird als Revue über diese Zoten und den Feminismus in Wien nach einer Idee von Ingrid Lang in der Inszenierung von Paul Spittler uraufgeführt.

INSZENIERUNG
Paul Spittler
KOSTÜM & AUSSTATTUNG
Alina Amman
MUSIK
Karl Stirner
MIT
Nadine Quittner
Sebastian Pass
Martina Spitzer