19. April - 12. Mai 2022

The more it comes the more it goes
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David Maayan

Uraufführung / Eigenproduktion

Die Zeit des Nationalsozialismus und der Holocaust hat die Welt traumatisiert und begleitet unsere Gesellschaft, seit sich die Katastrophe ereignete. Mahnmäler und Gedenkstätten werden eingeweiht und besucht, Rituale werden abgehalten und Gedenktage begangen. Andererseits wird über die Ereignisse auch geschwiegen, Tatsachen werden verdrängt und vergessen.

Welche Rolle spielt das Gedenken an und das Denken über diese Zeit und ihre Ereignisse in unserem Alltag? Wie unterscheidet sich das Erinnern in verschiedenen Generationen? Wie und was wird in österreichischen Familien heute, fast 80 Jahre später, darüber erzählt? Wo begegnet die Shoah den heutigen Jugendlichen?

(c) David Maayan

Ausgehend von diesen Fragen entwickelt David Maayan für das Theater Nestroyhof Hamakom anhand von Texten und Gesprächen mit Darsteller*innen, Schüler*innen, Künstler*innen und Autor*innen, u. a. Joshua Sobol und Magda Woitzuck, eine Theaterperformance. Diese beginnt im öffentlichen Raum am Schulhof und führt über den Judenplatz und andere Orte des ersten und zweiten Bezirkes schließlich ins Theater Nestroyhof Hamakom.

Das Finden einer (Theater-)Sprache für das Unsagbare und das Aussprechen des Unaussprechlichen öffnen einen – vielleicht tröstlicheren – Blick in die Zukunft.

(c) Günter Eder / Marcel Köhler / David Maayan / Ursula Schredl

In deutscher und englischer Sprache.
Die Autor*innen Joshua Sobol und Magda Woitzuck unterstützen das Projekt mit neuen Texten.

Nach den Vorstellungen am 26. April und 10. Mai findet ein Publikumsgespräch mit dem Produktionsteam statt.

Bitte beachten: Der Startpunkt der Performance ist vor dem Uhrenmuseum, Schulhof 2, 1010 Wien. Es ist nicht möglich, nur den zweiten Teil der Performance im Theater zu besuchen. Wir empfehlen Ihnen, Ihre Tickets bereits im Vorhinein online zu kaufen und zu bezahlen. Im Falle einer Reservierung müssen die Tickets zuvor im Theater Nestroyhof Hamakom abgeholt werden – dies ist am Veranstaltungstag ab 1,5 Stunden vor Vorstellungsbeginn möglich. Vor Ort am Schulhof wird es keine Möglichkeit geben, Karten zu kaufen oder reservierte zu bezahlen! Wetterfeste Kleidung und passendes Schuhwerk wird empfohlen.

(c) Marcel Köhler

"Ich schlage vor, die Geschichte als eine Kette von Fehlern und Katastrophen zu betrachten, die die Gegenwart hervorbrachte. Wir sind die Nachkommen der Fehler unserer Großeltern und unserer Eltern, und Sie, die kommende Generation, werden das Ergebnis unserer Fehler sein. [...] Ich glaube, die Geschichte ist dazu da, uns zu lehren, dass derjenige, der aus den Fehlern der Vergangenheit keine Lektion lernt, dazu verdammt ist, sie zu wiederholen." (Joshua Sobol)

Montags bis freitags um 18.00 Uhr, samstags und sonntags um 16.00 Uhr.

Dauer: ca. 3 Stunden 15 Minuten, eine Pause

Mit freundlichem Dank an die Büchereien der Stadt Wien.

Mit tatkräftiger Unterstützung von Schüler*innen des BORG Neulengbach: Laura Bojang, Viviane Derntl, Laura Elmer, Hannah Frank, Nina Ganguly, Anna Hofbauer, Nina Lang, Marlies Mühlbauer, Carina Nagl, Lena Pumpler, Julia Schmidt, Annik Schwarzbuhler, Thorsten Skudnigg, Evelina Trofim und Emma Widerin.

PERFORMANCE
Ulrich Probst
Philipp Reichel-Neuwirth
Ursula Schredl
Schüler*innen des BORG Neulengbach
TANZ
KUNSTPROJEKT "KEIN MAMPF"
Andreas Joska-Sutanto
DRAMATURGISCHE MITARBEIT
Angelika Kisser-Maayan
GORILLAKOSTÜM
Christoph Bochdansky
PRODUKTIONSLEITUNG
MUSIK & SOUND DESIGN
TECHNIK & GESANG
TECHNIK
REGIEASSISTENZ
Brigitte Lackner
Ursula Schredl